Geschichte

 

Die Anfänge des Dorfes Herberhausen liegen im Dunkel der Vergangenheit. Die erste echte urkundliche Erwähnung des Dorfes Herberhausen stammt von 1293. Der Name des Dorfes dürfte bei den Häusern der Herborg bedeuten. Diese vermutliche Ortsgründerin hatte ihre Hofstelle wohl im Bereich der heutigen Kirche und des Forstamtes. Um diesen grundherrlichen Hof herum im Bereich der heutigen Straßen Im Beeke, Pächterstraße, An der Mühle gruppierten sich sechs weitere Hofstellen, die als Keimzelle des Dorfes anzusehen sind. Um das Jahr 1500 gab es bereits 30 Hofstellen. Der dreißigjährige Krieg verschonte auch Herberhausen nicht. Die Kirche, über deren Alter keine verlässlichen Angaben existieren, wurde beschädigt. Von 30 Familienvätern vor dem Krieg blieben danach noch 6 übrig. Erst nach und nach erreichte die Anzahl der Gebäude und der Einwohner wieder den Vorkriegsstand mit 134 Personen und 28 Haushalten. In den folgenden Jahrhunderten dehnte sich die Bebauung weiter aus, die Bevölkerung wuchs, Mühlen und Gasthäuser entstanden, von denen noch die Knochenmühle und das Gasthaus Lockemann bestehen. Das dörfliche Leben war von der Landwirtschaft geprägt. Die beiden Weltkriege kosteten 76 Herberhäuser Soldaten das Leben, 18 wurden vermisst. Flucht und Vertreibung führten zu erheblichen Schwierigkeiten bei Unterbringung und Versorgung in der Nachkriegszeit. Mit der Eingemeindung am 1. April 1963 wurde Herberhausen ein Ortsteil der Stadt Göttingen mit der Folge eines Anschlusses an das städtische Busnetz, die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und die Müllabfuhr. Schule, Turnhalle, Sportplatz und neue Baugebiete entstanden. Ein Bürgerhaus und ein Feuerwehrgerätehaus wurden gebaut.